Ausgebrannt

Das heute dafür verwendete Wort heißt „Burn out“.  Ich halte von diesem Wort nicht so viel, weil es zu einem Modewort geworden ist. Dabei ist „Ausgebrannt sein“ eine echte Katastrophe für denjenigen, der davon betroffen ist. In dieser Verfassung darf nicht mehr viel dazukommen, damit nicht vollends alles aus dem Ruder läuft.

 

Einfach nicht mehr können, obwohl ich mal so vor Kraft und Tatendrang gestrotzt habe. Was ist das, warum bekomme ich das?

Da gibt es das schöne Wort der Vulnerabilität. Das heißt, ich bin möglicherweise nicht ganz so belastbar wie ich es für mein Leben sein müsste. (Veranlagung, Erziehung, etc.) Das, meine ich, reicht alleine nicht aus um in diese Grenzzone zu kommen.

Heute wird beruflich sehr viel gefordert, dabei ist es egal, ob angestellt oder selbständig. Ich selbst gebe mir die Leitschnur, wie ich meinen Alltag im Beruf oder privat gestalte. Ich selbst lasse mich von einem Event zum anderen privat, wie beruflich treiben.

Warum sage ich nicht Stopp: Mir wird alles zu viel, ich habe für mich keine Ruhe und Zeit mehr?

Was ist mein innerer Antreiber?

Warum sage ich nicht zu meinem Chef oder zu mir bei Selbstständigkeit, wenn ich in diesem Tempo so weiter mache, werde ich krank, damit ist keinem geholfen, besser vorher die Reißleine ziehen?

Warum mache ich weiter, möchte ich jemanden etwas beweisen?

Sind sie sicher, die Person(en), für die sie sich verausgaben, benötigt(en) diesen Beweis? Oder ist alles nur von mir im Kopf so gespeichert und die Erwartungen von den anderen sind gar nicht in diesem Ausmaß vorhanden?

Sich selbst und seine Grenzen wieder neu kennen lernen und sich danach zu richten ist das Gebot der Stunde, um aus der Situation des „Ausgebranntseins“ heraus zu kommen oder vielleicht bei rechtzeitiger Intervention nicht hinein zu geraten.

Das klingt gar nicht schwer, jedoch stecken dahinter oft ganz viele anerzogene Glaubensätze, die oft schwer zu erkennen und abzubauen sind.